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30/360 US (Bond Basis)

30/360 US Bond Basis (thirty_360): Der 31. am Beginn wird zum 30., der 31. am Ende nur, wenn die Periode am 30. oder 31. begann. Üblich in USD-Dokumentationen.

API-Wert: thirty_360

Auch bekannt als: 30/360, 30/360 Bond Basis, 30/360 ISDA, 360/360

30/360 Bond Basis ist die in ISDA-Dokumentationen definierte 30/360-Variante und bei US-Dollar-Anleihen und -Krediten verbreitet. Sie rechnet mit einem 360-Tage-Jahr, die Regel für das Periodenende ist aber asymmetrisch: Ob der 31. als 30. zählt, hängt davon ab, wann die Periode begonnen hat.

Regeln

Die Formeln verwenden diese Symbole:

SymbolBedeutung
J1,M1,T1J_1, M_1, T_1Jahr, Monat und Tag des Beginns der Zinsperiode
J2,M2,T2J_2, M_2, T_2Jahr, Monat und Tag des Endes der Zinsperiode
ddZinstage der Periode
BBRestschuld während der Periode
rrJahreszinssatz als Dezimalzahl (4,00 % = 0,04)

Schritt 1: Tage anpassen. Vor der Berechnung:

  • Ist T1T_1 der 31., wird er zum 30.
  • Ist T2T_2 der 31. und T1T_1 (nach Anpassung) der 30., wird T2T_2 zum 30. Andernfalls bleibt T2T_2 der 31.
  • Das Monatsende im Februar wird nicht angepasst.

Schritt 2: Zinstage zählen.

Formel:

d=360⋅(J2−J1)+30⋅(M2−M1)+(T2−T1)d = 360 \cdot (J_2 - J_1) + 30 \cdot (M_2 - M_1) + (T_2 - T_1)

Mit den Begriffen:

Tage=360⋅(Endjahr−Startjahr)+30⋅(Endmonat−Startmonat)+(Endtag−Starttag)\text{Tage} = 360 \cdot (\text{Endjahr} - \text{Startjahr}) + 30 \cdot (\text{Endmonat} - \text{Startmonat}) + (\text{Endtag} - \text{Starttag})

Mit den Beispielzahlen: Zeitraum vom 28. Februar 2026 bis 31. März 2026. T1=28T_1 = 28 bleibt 28, weil der Februar nicht angepasst wird. T2=31T_2 = 31 bleibt 31, weil T1T_1 nicht der 30. ist.

d=360⋅(2026−2026)+30⋅(3−2)+(31−28)=0+30+3=33d = 360 \cdot (2026 - 2026) + 30 \cdot (3 - 2) + (31 - 28) = 0 + 30 + 3 = 33

Schritt 3: Zinsen berechnen.

Formel:

Z=B⋅r⋅d360Z = B \cdot r \cdot \frac{d}{360}

Mit den Begriffen:

Zinsen=Restschuld⋅Zinssatz⋅Tage360\text{Zinsen} = \text{Restschuld} \cdot \text{Zinssatz} \cdot \frac{\text{Tage}}{360}

Mit den Beispielzahlen: 100.000 EUR zu 4,00 % für die 33 Tage oben.

Z=100.000⋅0,04⋅33360=366,67Z = 100.000 \cdot 0{,}04 \cdot \frac{33}{360} = 366{,}67

Was das in der Praxis bedeutet

  • Perioden von Monatsende zu Monatsende in Monaten mit 30 und 31 Tagen zählen 30 Tage, wie bei den anderen 30/360-Methoden.
  • Eine Periode, die vor dem 30. beginnt und an einem 31. endet, zählt einen Tag mehr: 15. März → 31. März sind 16 Tage, nicht 15.
  • Rund um den Februar summiert sich das: Der Zeitraum vom 28. Februar bis 31. März zählt 33 Tage, weil der 28. Februar nicht angepasst wird und der 31. dadurch bestehen bleibt.
  • Bei Monatsend-Plänen kann das Jahr deshalb 361 statt 360 Tage ergeben. Ein 31., der am Ende einer Periode bestehen bleibt, wird zu Beginn der nächsten auf den 30. gesetzt. Der Tag wird also nicht zurückgegeben.

Beispiel

100.000 EUR zu 4,00 % p. a., Restschuld unverändert.

PeriodeKalendertageTage (30/360 US)Zinsen
31.01. → 28.02.20262828311,11
28.02. → 31.03.20263133366,67
31.03. → 30.04.20263030333,33
15.03. → 31.03.2026 (gebrochene Periode)1616177,78
31.01.2026 → 31.01.2027 (12 Monatsperioden)3653614.011,11

So erkennen Sie die Methode im Vertrag

  • „30/360", „30/360 (Bond Basis)" oder „360/360" in einem Kreditvertrag nach US-amerikanischem oder englischem Recht, besonders bei USD-Krediten.
  • Verweis auf die Zinstagekonventionen der ISDA-Definitionen von 2006.

Einige US-Wertpapiere verwenden eine erweiterte „30/360 US"-Regel mit zusätzlichen Anpassungen zum Monatsende im Februar. thirty_360 in LoanMonitor setzt Bond Basis ohne diese Februar-Regeln um. Passt der Plan Ihres Darlehensgebers das Monatsende im Februar an, vergleichen Sie ihn sorgfältig mit der deutschen Zinsmethode und wenden Sie sich an den Support, wenn keine der beiden passt.

Siehe auch

30/360 US (Bond Basis) · LoanMonitor Docs