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Deutsche Zinsmethode (30/360)

Deutsche Zinsmethode 30/360 (thirty_e_360_de): Jeder Monat zählt 30 Tage, auch der Februar und der Fälligkeitstag. Standard bei deutschen Bankdarlehen.

API-Wert: thirty_e_360_de

Auch bekannt als: 30E/360 German, deutsche Zinsmethode, kaufmännische Zinsmethode, 30/360 deutsch

Die deutsche Zinsmethode rechnet jeden Monat mit genau 30 Tagen und jedes Jahr mit 360 Tagen, ohne Ausnahme. Deutsche Banken, Sparkassen und Volksbanken wenden sie bei fast allen Darlehen an. Deshalb zeigen deutsche Tilgungspläne im Februar denselben Zinsanteil wie im März.

Regeln

Die Formeln verwenden diese Symbole:

SymbolBedeutung
J1,M1,T1J_1, M_1, T_1Jahr, Monat und Tag des Beginns der Zinsperiode
J2,M2,T2J_2, M_2, T_2Jahr, Monat und Tag des Endes der Zinsperiode
ddZinstage der Periode
BBRestschuld während der Periode
rrJahreszinssatz als Dezimalzahl (4,00 % = 0,04)

Schritt 1: Tage anpassen. Vor der Berechnung werden beide Tage angepasst:

  • Ist T1T_1 der 31. oder der letzte Tag im Februar, wird er zum 30.
  • Ist T2T_2 der 31. oder der letzte Tag im Februar, wird er zum 30. Das gilt auch am Fälligkeitstag.

Schritt 2: Zinstage zählen.

Formel:

d=360⋅(J2−J1)+30⋅(M2−M1)+(T2−T1)d = 360 \cdot (J_2 - J_1) + 30 \cdot (M_2 - M_1) + (T_2 - T_1)

Mit den Begriffen:

Tage=360⋅(Endjahr−Startjahr)+30⋅(Endmonat−Startmonat)+(Endtag−Starttag)\text{Tage} = 360 \cdot (\text{Endjahr} - \text{Startjahr}) + 30 \cdot (\text{Endmonat} - \text{Startmonat}) + (\text{Endtag} - \text{Starttag})

Mit den Beispielzahlen: Zeitraum vom 31. Januar 2026 bis 28. Februar 2026. T1=31T_1 = 31 wird zum 30. T2=28T_2 = 28 ist der letzte Tag im Februar und wird ebenfalls zum 30.

d=360⋅(2026−2026)+30⋅(2−1)+(30−30)=0+30+0=30d = 360 \cdot (2026 - 2026) + 30 \cdot (2 - 1) + (30 - 30) = 0 + 30 + 0 = 30

Schritt 3: Zinsen berechnen.

Formel:

Z=B⋅r⋅d360Z = B \cdot r \cdot \frac{d}{360}

Mit den Begriffen:

Zinsen=Restschuld⋅Zinssatz⋅Tage360\text{Zinsen} = \text{Restschuld} \cdot \text{Zinssatz} \cdot \frac{\text{Tage}}{360}

Mit den Beispielzahlen: 100.000 EUR zu 4,00 % für die 30 Tage oben.

Z=100.000⋅0,04⋅30360=333,33Z = 100.000 \cdot 0{,}04 \cdot \frac{30}{360} = 333{,}33

Was das in der Praxis bedeutet

  • Jeder volle Monat ergibt genau 1/12 der Jahreszinsen.
  • Ein volles Jahr ergibt immer genau den Nominalzins.
  • Gebrochene Perioden werden so gezählt, als hätte jeder Monat 30 Tage. Der Zeitraum vom 15. bis 28. Februar 2026 zählt 15 Tage, nicht 13.
  • Angepasst wird nur der letzte Tag im Februar. In einem Schaltjahr ist der 28. Februar ein gewöhnlicher Tag: Der Zeitraum vom 28. Februar bis 31. März 2028 zählt 32 Tage.

Beispiel

100.000 EUR zu 4,00 % p. a., Restschuld unverändert.

PeriodeKalendertageTage (deutsch 30/360)Zinsen
31.01. → 28.02.20262830333,33
28.02. → 31.03.20263130333,33
31.03. → 30.04.20263030333,33
15.02. → 28.02.2026 (gebrochene Periode)1315166,67
28.02. → 31.03.2028 (Schaltjahr)3232355,56
31.01.2026 → 31.01.2027 (12 Monatsperioden)3653604.000,00

So erkennen Sie die Methode im Vertrag

  • „Die Zinsen werden nach der deutschen kaufmännischen Zinsmethode berechnet."
  • „Monat zu 30 Tagen, Jahr zu 360 Tagen" oder „30/360" bei einem deutschen Darlehensgeber.
  • Der Tilgungsplan der Bank zeigt bei unveränderter Restschuld im Februar dieselben Zinsen wie in Monaten mit 30 oder 31 Tagen.

Nicht mit 30E/360 verwechseln. Beide machen aus dem 31. den 30., aber nur die deutsche Zinsmethode passt auch das Monatsende im Februar an. Stimmt der Plan in LoanMonitor das ganze Jahr mit der Bank überein, nur rund um den Februar nicht, haben Sie vermutlich 30E/360 statt der deutschen Zinsmethode gewählt.

Siehe auch

Deutsche Zinsmethode (30/360) · LoanMonitor Docs